//freitag//
ab 20h
krikela // ginger jets // zosch! // sookee // direct input (kabale&liebe)

//samstag//

11-12h Begrüßung und Einführung ins Ladyfest

12-14h Welcome to Kanakistan – Rassismus, Gender, Orientalismuskritik // Female migrant domestic workers // Fahrradreparieren // Skaten

15-17h trans* – transphobie – trans*support

15-19h Rassismus und Sprache
15-18h Argentinischer Tango
17-19h Filme „Jungs wie ich und du“, „Schlampenau“
18-20h Tontechnik

ab 21h jason & theodor // elcassette // poly:amie // friz & zanko

//sonntag//

bis 12h veganer MitbringBrunch

12-14h Biologie und Geschlecht // Jenseits der Kleinfamilie // Abtreibungen in Polen und Film „Underground Women State“

14-16h Let’s talk about sex // Creative space (Stencil, Siebdruck…)


Rassismus und Sprache

Sprache ist kein neutrales, passives Medium, mit dem gesellschaftliche Wirklichkeiten „objektiv“ abgebildet werden. Stattdessen stellen Menschen u.a. durch ihre Wortwahl und ihren Sprechstil unterschiedliche Sichtweisen und Wirklichkeitsvorstellungen aktiv her. Auch wenn die diskriminierende Wirkung von Sprachhandlungen in der öffentlichen Wahrnehmung oft auf Schimpfwörter begrenzt wird, kommt sprachliche Diskriminierung weit häufiger vor, als es zunächst scheint. Während manche Begriffe in jeder Verwendung im deutschsprachigen Raum heute rassistisch sind, werden andere erst im Kontext und die Art ihrer Verwendung rassistisch aufgeladen. Rassismus hat viele unterschiedliche Dimensionen, sprachliche BeNennungspraktiken sind eine sehr wichtige, die kontinuierlich realisiert wird – sowohl im Sprechen als auch im Nicht-Sprechen, im Wegsehen und Schweigen. Der Workshop zeigt unterschiedliche Ebenen sprachlicher Rassismen auf, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie und wodurch Rassismus sprachlich re_produziert wird und welche Interventionsmöglichkeiten es gibt.

Biologie und Geschlecht: Kein Geschlecht oder viele – warum es biologisch „Frau“ und „Mann“ nicht gibt.
mehr dazu auch hier

„Ist es ein Junge oder ein Mädchen?“ ist nach der Geburt die erste Frage, die immer wieder gestellt wird. Können die Eltern darauf keine Antwort geben, so herrscht betretenes Schweigen, wird das Thema gewechselt. Das Kind beginnt erst so richtig in unserer Gesellschaft zu existieren, wenn es mit einem von zwei Geschlechtern aufwarten kann – ein Zustand nachdem Justiz, Medizin und „gesellschaftliche Moral“ einem jeden Menschen trachten.

Ganz selbstverständlich nehmen wir auch für uns in Anspruch, Menschen nach dem Geschlecht unterscheiden zu können. Wir erkennen sie an Kleidung, beruflicher Qualifikation (der Chef ist niemals eine Frau), seltener durch einen Blick auf die kulturell so aufgeladenen Genitalien. Bart, übrige Körperbehaarung, Hüfte, Brustumfang sind da schon legitimer als deutlich zugewiesene Merkmale, nach denen wir gelernt haben, einen Menschen nach „Mann“ und „Frau“ sicher einzuordnen. Unter Berufung auf „natürliche Unterschiede“ werden auch immer wieder gesellschaftliche Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen gerechtfertigt.

Aber: Was ist „natürlich“ an Geschlecht? Gibt es biologisch zwei Geschlechter – oder haben wir das nur in der Schule so gelernt? In diesem Input und Diskussion wird der Ausarbeitung von „biologischem Geschlecht“ in den sich herausbildenden „modernen biologisch-medizinischen Wissenschaften“ seit dem 17. / 18. Jahrhundert bis heute nachgegangen. Bei den aktuellen biologischen Geschlechtertheorien wird offensichtlich, dass sich eine Interpretation dass es viele Geschlechter geben muss geradezu aufdrängt.

[In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW]

trans* – transphobie – trans*support für Anfänger_innen und Fortgeschrittene

Der Begriff “trans” geistert seit einiger Zeit durch die linke Szene und trotzdem können viele nicht so richtig was mit dem Begriff anfangen, bzw. sehen darin “nur” eine Kritik am binären Geschlechtersystem. Andere haben trans-Menschen in ihrem Umfeld und sind sich im Umgang mit diesen oft unsicher. Wenn du Lust hast ein bißchen was über trans* zu erfahren, wissen willst was eigentlich Transphobie/Transfeindlichkeit ist und wie sie sich äußert und dich fragst, wie du aktiv solidarisch mit trans-Leuten (sei es mit konkreten Personen in deinem Umfeld oder insgesamt) sein kannst, bist du in der Veranstaltung richtig. Wir versuchen auch auf konkrete Fragen einzugehen. D.h. Ihr könnt die Veranstaltung auch nutzen, um Fragen loszuwerden, die ihr empathischerweise nicht auf einer Party einer flüchtigen Bekanntschaft stellen wollt, nur weil die Person zufällig trans* ist.

Let’s talk about SEX

Obwohl wir ständig von sexuellen Anspielungen, sexualisierter Werbung, „erotischen“ Bildern umgeben sind, wird dann tatsächlich ganz schön selten „wirklich“ und persönlich über Sex geredet. In diesem Worshop werden wir uns anhand von konkreten Fragestellungen austauschen und auf unseren individuellen Wegen weiterkommen. Dabei werde ich Themen vorbereiten, aber auch für mitgebrachte Themen gibt es Raum.

Argentinischer Tango-Workshop

Leidenschaft und Spannung, Hingabe, Intensität, Dramatik? all dies sind Begriffe, die dem argentinischen Tango zugeschrieben werden. Für mich
bedeutet argentinischer Tango vor allem die Verbindung mit meinem Gegenüber, der Musik und der Bewegung zu spüren und daraus immer wieder neu einen ganz eigenen Tanz entstehen zu lassen, der mal ganz weich und zart, mal voll Leidenschaft und Intensität, mal fröhlich und verspielt sein kann. Anders als der so genannte europäische Tango, lebt der argentinische Tango von der Improvisation aus dem Augenblick heraus. Der Workshop will einen ersten Einblick in diesen wunderbaren Tanz geben. Wir werden uns mit einigen Grundelementen des argentinischen Tangos beschäftigen (Gehen, Führen und Folgen) sowie erste Figuren ausprobieren.
offen für: alle, die Lust dazu haben
Teilnehmer_innenbegrenzung: max. 12

Film: „Jungs wie ich und du“

„Jungs wie ich und du“ ist ein Film über Transleute, der ohne die üblichen vorher/nachher-Bilder auskommt; ein Film, der zeigt, was Transleute an ihrem Körper gefällt und nicht was sie hassen; ein Film, der Geschlecht hinterfragt. Und nicht ganz zufällig ist es ein Film über drei schwule Transmänner.

Film: „Schlampenau“
2007 fand das erste „Ferien in Schlampenau, Sommercamp für unnatürliche Frauen“ statt, dass inzwischen zu einer jährlichen Veranstaltung geworden ist. „Auch unnatürliche Frauen brauchen Erholung“, stand in der Ankündigung, „einfach Zeit mit anderen Schlampen verbringen, fernab der Heteronormativität, um Erfahrungen auszutauschen, Utopien zu diskutieren oder gemeinsam eine neue Beziehungskultur zu entwickeln.“ Vier Teilnehmerinnen sprechen über Polyamorie, das Sommercamp, Feminismus, Queer Identitäten und ihre Träume für die Zukunft.
Dieser do-it-yourself (and no-budget) Dokumentarfilm zeigt einen Kampfgeist gegen die Entfremdung in einer Gesellschaft wo immer missverstanden oder unterdrückt wird, wenn man eine Frau, polyamorös, Feministin, queer oder transgender ist. Das Camp erscheint als ein Ort der Zusammengehörigkeit, der Freiheit, des Austausches und für Spaß.

Meine Damen aller Geschlechter und Herren, willkommen in Schlampenau!

Jenseits der Kleinfamilie

Diverse Studien besagen, dass die Geburt des ersten Kindes vielfach gleichzeitig das Begräbnis emanzipatorischer Ideale (oder zumindest der Umsetzung dieser) bedeutet. Während in der „Mehrheitsgesellschaft“ die Happy Hausfrau gemeint sein mag, steht wie in so vielen Bereichen die „linke Szene“ nicht außerhalb gesamtgesellschaftlicher Mechanismen und so lässt sich auch bei Menschen, die vielleicht nicht nur von Gleichberechtigung von Mann und Frau, sondern zudem von der Auflösung eben dieser Kategorien träumen, überraschend traditionelles Rollenverhalten im Zusammenleben mit Kindern beobachten. Warum ist das so? Muss Elternschaft Hand in Hand mit Autonomieverlust, Überforderung, Rückzug und Retraditionalisierung gehen? Und vor allem: Wie könnte es anders sein? Wie lässt sich ein Leben mit Kindern so gestalten, dass es für alle Beteiligten –Eltern, Kindern, soziales Umfeld –ein Maximum an der damit einhergehenden Freude und ein Minimum an den potentiellen Schwierigkeiten bedeutet?
In dem Workshop wird es um kollektive Wohnformen, um Co- und Mehrfachelternschaften, um das Thema „Szene und Kind“, um die Schaffung von Verbindlichkeiten jenseits von biologischer Verwandtschaft, um Mutterbilder und Kinderbedürfnisse gehen –in der Schwerpunktsetzung je nach Teilnehmer_innenwunsch.

Skateboard-Workshop

Offen für FrauenLesbenTrans*, falls ihr habt, bitte Skateboards mitbringen!

Tontechnik-Workshop

Hey du! Wolltest du schon immer mal wissen, wie das so mit dem Ton bei Konzerten funktioniert? Warum es manchmal ein „fiepen“ gibt? Warum, weshalb, wieso…
Du hattest bislang noch keine Chance dazu, dich darüber näher zu informieren? Dann bist du bei diesem Workshop genau richtig, denn hier erfährst/erlernst du die Grundlagen des Livemischens und kannst selbst mal die Fader in die Hand nehmen.
Da auch bei diesem Workshop die Teilnehmer_innenzahl begrenzt ist, werden interessierte FrauenLesbenTrans* bevorzugt.

Fahrrad-Reparatur-Workshop

Treffpunkt ist bei den Rebeltanz-Räumlichkeiten am Bahnhof, danach geht’s in die Fahrradwerkstatt im Jib/Gleis 22 (Hafenweg 24). Eigene Fahrräder können gerne mitgebracht werden! Ansonsten werden genügend nach einer Reparatur lechzende Räder wohl vor Ort sein…
Open for all gender!

Female migrant domestic workers in Germany

Ankündigungstext folgt…

Welcome to Kanakistan -Rassismus, Gender und Orientalismuskritik

You know. They don’t like Muslims much these days. […] But I’m not worried because soon they’re gonna be wearing our clothes and playing our music.” (Shazia Mirza)

Seit einigen Jahren führen verschiedene Faktoren dazu, dass Muslim-Sein (oft in Verbindung mit Person of Color-sein) sowohl auf internationaler Ebene (in Form des internationalen backlash gegen Muslime) als auch auf nationaler Ebene verstärkt in den Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit gerät.
In den gegenwärtigen Debatten, wie sie nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen, zumeist „westlichen“ Ländern geführt werden, ist von der Integrationsunfähigkeit muslimischer MigrantInnen, ihrer Kinder, sogar deutscher Muslime die Rede, von der grundsätzlichen Unvereinbarkeit „des Islam“ mit sogenannten „westlichen Werten“, auch von genetischer und/oder kulturell bedingter Minderintelligenz bei (muslimischen) AraberInnen und TürkInnen. Hierbei werden Muslime of Color im Falle von Männern zumeist als „Fahnen-verbrennende-bärtige-Männer mit-wahnsinnig-aufgerissenen-Augen“ dargestellt, wohingegen den Frauen die Maske der „unterdrückte(n)-verhüllten-Frau-in-schwarz“ übergestülpt wird.
Was hat der europäische Kolonialimus mit der Kopftuch-Debatte zu tun? Warum ist es nicht interkulturelle Kompetenz, wenn Brigitte regelmäßig in die Bauchtanzgruppe geht? Im Vortrag soll diesen und anderen Fragen im Rahmen der Erklärung gegendert-rassistischer Konstruktionen rund um die „orientalischen Anderen“ nachgegangen werden.

[in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW]

Abtreibungen in Polen/ Film: „Underground Women’s State“

Input zum Theme Abtreibungen in Polen, zum 1000-Kreuze-Marsch in Münster und der Film Underground Women’s State: Underground Womens State is a documentary and is a image of poilish reality, where anti-abortion law exists on paper. Eight women who had illegal abortion decided to talk about their experiences, for the first time.

Abends gibt es Konzerte und Partys u.a. mit:

Sookee

El Cassette

Krikela

Zosch!

Gingerjets

Poly:Amie

Jason & Theodor

und dann noch Ausstellungen und mehr…