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Gris-Konzert gestört – Solidarität mit der Störer_in!

In Kiel gab es am letzten Wochenende in der alten Meierei ein HipHop-Konzert und der Rapper Gris wurde dort von einer mutigen Frau wegen sexistischen Texten von der Bühne geschmissen. Leider bekommt sie deswegen jetzt von allen Seiten Gegenwind und steht ziemlich alleine da. Wir unterstützen ihre Stellungnahme auf jeden Fall und wollen sie hier auch nochmal darstellen.

Gegendarstellung zur Version der Abläufe an dem Abend aus der Perspektive einer Person, die das Intro von „Gris“ gestört hat:

„Gris“ kommt auf die Bühne und sagt zum Publikum:
„Was würdet ihr machen, wenn bei eurem Soundcheck sich eine Person aus der Orgacrew an einem einzelnen Ausdruck stört, den ihr gerappt habt? Ihr wisst doch, dass ich alle Menschen und Frauen liebe und respektiere! Wenn ich Frauen „geschminkte Schlampen“ nenne, wisst ihr doch wie ich das meine! Nehmt das einfach so hin!
Wollt ihr jetzt dass ich mit meiner Performance anfange?“
Noch während „Gris“ das sagt, fangen eine weitere Person und ich an, ihm vom Publikum aus so laut es ging zu kritisieren und zu bepöbeln. (Wobei wir damit angefangen haben so konstruktiv wie möglich deutlich zu machen, dass er nicht performen soll, weil es, meiner Ansicht nach, nicht okay ist, dass ein Mann auf der Bühne sagt, dass wir es hinnehmen müssen, dass er Frauen als“geschminkte Schlampen“ bezeichnet und meint, wir wüssten schon, wie es gemein sei. Weil er dessen ungeachtet weiter geredet hat, ohne dazu Stellung zu beziehen und vor allem ohne deutlich zu sagen, was er wie meint, haben die andere Person und ich unserer Ktitik dann unter anderem in Buh-Rufen geäußert und ihn als sexistischen Macker betitelt.)
Nachdem er sein „Intro“ beendet hatte, hat „Gris“ eindeutig wahrgenommen, dass er bereits für seine Statements im „Intro“ kritisiert wurde, trotz seiner rhetorischen Frage, ob er jetzt anfangen solle, hat er die gepöbelten kritischen Einwände ignoriert und seinen ersten Song performt.
Daraufhin, wollte ich die Veranstaltung verlassen. Vorher aber wollte ich den Verantwortlichen noch sagen, dass ich finde, dass es gar nicht klar geht, dass jemand auf einer Veranstaltung in der Meierei unkommentiert solche antifeministischen Sachen sagen kann.
Da, laut eines Menschen hinter dem Tresen, kein Mitglied der Orgacrew im Raum war, bat ich den Menschen am Tresen, eine Person aus der Orgacrew zu suchen, mit der ich reden kann. Kein Mensch aus der Orgacrew hat mich kontaktiert. Von einer das Konzert besuchenden Person habe ich dann erfahren, dass die Orgacrew in der Küche pleniert. Nach kurzer Zeit habe ich die Küchentür geöffnet und der Crew mitgeteilt, dass, wenn sie das nicht bald beenden, ich es bald beenden würde.
Darauf, wie lange der Abstand zur Ansage ans Plenum war, kann ich nicht mehr sagen, hörte ich zufällig, wie eine Person sagte, dass „der Sound von vorne (von mir ergänzt: ca. am Tresen) bereits abgestellt ist und nur noch von der Bühne kommt.“ Worauf ich (leider ; das bezieht sich auf wütend!) wütend auf die Bühne gegangen bin, um zu verhindern, dass „Gris“ weiter performt, dass sein Mitauftretender diskriminierende Dinge ins Mikro in Bezug auf meine Kritik kommentiert, und dass das Publikum mich bepöbelt, beschimpft und nicht versteht, was ich zu kritisieren habe. Deswegen wollte ich meine Kritik erklären und habe das Mikro genommen.
Das wurde mir hart erschwert bis unmöglich gemacht. Denn zunächst wurde ich von der Bühne aus gefilmt. Obwohl ich ins Mikro gesagt habe, dass ich gefilmt werde und das nicht will, hat bis auf einen Menschen niemand reagiert. Auf meine Forderungen das Filmen zu beenden ist der Filmer nicht eingegangen, sodass eine solidarische Person ihm die Hände vor die Linse halten musste.
Leider bin ich dann nicht dazu gekommen, meine Kritik an „Gris“ ’s Intro ins Mikro zu formulieren. Denn der gegen mich aufgeheizte Mob bepöbelte mich massiv von vorne und auf der Bühne haben mir von hinten auch irgendwelche Menschen Kritik und Beschimpfungen ins Ohr gerufen. Dazu kommt, dass ich mich aus verschiedenen Gründen darauf eingelassen habe, ausufernde und nicht das Thema treffende Grundsatzdiskussionen zu führen.
Als mir dann „Robsen“, der vor „Gris“ aufgetretene Künstler, wiederum das Mikro aus der Hand nahm, habe ich die Bühne und die Halle sofort verlassen, weil ich auf der Bühne nicht um das Mikro ringen wollte.
Draußen wurde mir von Konzertbesucher_innen mitgeteilt, dass die Veranstaltung von der Orgacrew offiziell beendet worden ist. (Was von meiner Seite zu keiner Zeit als Forderung an die Orgacrew formuliert wurde, ich sagte lediglich, dass , was ich oben schon geschrieben habe)
Schließlich stand ich noch eine Weile vor dem Eingang rum und bekam eine Riesenwelle von Beschimpfungen, Bepöbelungen und (aus meiner Perspektive) als Kriritk getarnten Diss von den Konzertbesucher_innen ab.
Von der Orgacrew kam zwar ein Mitglied raus, hat sich mir gegenüber aber nicht als solches erkenntlich gemacht und hat einer „Diskussion“ zwischen mir und einer Person aus dem Publikum zugehört. Konkret nach meiner Kritik hat er mich nicht gefragt.
Nachdem „Robsen“ dann zu mir kam, um mir auf sehr bedrohliche Art und Weise klar zu machen, wie scheiße er mich findet, und um mir zu sagen, dass ich mich verpissen soll, bin ich gegangen.

Aktionen am Samstag

Am Samstag wird es ab 13:30h eine Kundgebung vor dem Rathaus geben. So ab
14:00h / 14:30h ist der Plan, dass wir uns an der Aegidikirche treffen, um
dann dort die komische Gesellschaft in Empfang zu nehmen.

Es soll auch einen Homo-Kiss-In geben, der dann recht zeitnah stattfinden
soll – auf das Signal einer Hupe oder einer Blockflöte hin :-) Also,
geküsst werden kann und soll natürlich den ganzen lieben langen Tag…

Gerne könnt Ihr kostümiert kommen (Teufel_innen, Nonnen etc.) – Da seien
Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt!

Lasst uns das Ganze kreativ stören!

Weitere Infos unter:
Gegen 1000 Kreuze

Gegen 1000 Kreuze – Fundis ärgern

Hallo zusammen,

wir möchten euch ganz herzlich zur CHOR- und gleichzeitigen GENERALPROBE
am Freitg (09.03.) um 20h ins krachtz ( Nieberdingstr. 8 ) einladen :-)
Es geht um das musikalische Rahmenprogramm für den 1000-Kreuze-Marsch.

Geprobt werden sollen folgende Hits, damit wir das Ganze dann alle
zusammen am darauffolgenden Tag zum Besten geben können:

Der Jesus Tanz
und
Every sperm is sacred

Es soll ein lustiger und geselliger Abend werden – zur Einstimmung auf
Samstag.

Beste Grüße,
die Vorbereitungsmenschen für den 10.03.

Nieder mit dem Patriarchat! My body, my choice!

Samstag, 10.03.2012 // Baracke (Scharnhorstr. 100)

Queer-feministisches Konzert und anschließende Party!

Eigentlich als Veranstaltung zum 8. März gedacht, aber nun auch gegen 1000 Kreuze und für Selbstbestimmung! NIEDER MIT DEM PATRIARCHAT – MY BODY, MY CHOICE!
Wir brauchen Eure Unterstützung!! Zum abservieren und feiern!!!

ab etwa 18h: Vokü und Konzert und Party mit

SCREAM CLUB // GODMOTHER

Weitere Infos: http://gegen1000kreuze.blogsport.de/

flyer

Gegen 1000 Kreuze!

Zum wie­der­hol­ten Mal wol­len am Samstag, den 10. März 2012 christ­lich-​fun­da­men­ta­lis­ti­sche Ab­trei­bungs­geg­ner_in­nen unter dem Motto „1000 Kreu­ze für das Leben“ durch Müns­ters In­nen­stadt zie­hen. Sie selbst geben als ihr Haupt­an­lie­gen an, mit ihrem Ge­bets­zug ein „Zei­chen zum Ge­den­ken der 1000 Kin­der [Em­bryo­nen], die an einem ge­wöhn­li­chen Werk­tag in Deutsch­land ge­tö­tet wer­den,“ set­zen zu wol­len. Als weiße Holz­kreu­ze tra­gen­de Pro­zes­si­on geben diese Chris­t_in­nen nicht nur ein gro­tes­kes Bild ab, mit ihren re­ak­tio­nä­ren Po­si­tio­nen pro­pa­gie­ren sie ein frau­en­feind­li­ches, se­xis­ti­sches und ho­mo­pho­bes Welt­bild. Be­reits in den letz­ten Jah­ren or­ga­ni­sier­te sich da­ge­gen viel­fäl­ti­ger Pro­test und auch in die­sem Jahr sol­len die re­ak­tio­nä­ren Po­si­tio­nen nicht un­wi­der­spro­chen blei­ben.

Schwan­ger­schafts­ab­bruch ist Frau­en­recht – § 218 ab­schaf­fen!
An der Ent­schei­dungs­frei­heit eines Men­schen dar­über, wel­che Ein­grif­fe an dem ei­ge­nen Kör­per vor­zuneh­men sind, spie­gelt sich in­di­vi­du­el­le Frei­heit, Men­schen­wür­de und Selbst­be­stim­mung. Unter dem Deck­man­tel des „Schut­zes un­ge­bo­re­nen Le­bens“ for­dern die selbst­er­nann­ten „Le­bens­schüt­zer“ nichts an­de­res, als die Be­stim­mung über den Kör­per von Schwan­ge­ren. Der Ver­such, Frau­en zu zwin­gen, sich und ihren Kör­per in den Dienst der „Le­bens­ret­tung“ eines Em­bryos und der Re­pro­duk­ti­on der Ge­mein­schaft zu stel­len, ist Aus­druck einer ge­walt­vol­len Zu­schrei­bung, die Frau­en zu Ge­bär­ma­schi­nen de­gradiert und ihnen das Recht auf ei­ge­ne Be­dürf­nis­se, Über­zeu­gun­gen und ein selbst­be­stimm­tes Leben abspricht. Mit der Be­haup­tung, Schwan­ger­schafts­ab­bruch sei Mord und die ab­ge­trie­be­nen Em­bryos be­reits Kin­der, wird ver­sucht, ma­ni­pu­la­tiv mo­ra­li­schen Druck auf schwan­ge­re Frau­en aus­zu­üben und ge­sell­schaft­li­che Em­pö­rung zu schüren. Die an­geb­li­che Zahl von 1000 ‚er­mor­de­ten‘ Em­bryo­nen ent­behrt jeder sta­tis­ti­schen Grund­la­ge und ist frei er­fun­den.
Jeder Mensch muss das Recht auf einen selbst­be­stimm­ten Um­gang mit dem ei­ge­nen Kör­per haben! Trotz­dem sind Schwangerschaftsabbrü­che in der BRD nach wie vor nicht legal, son­dern wer­den nur unter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen (z.B. Zwangsbera­tung, me­di­zinische In­di­ka­ti­on) nicht mehr straf­recht­lich ver­folgt. Des­halb bleibt die For­de­rung nach einem un­ein­ge­schränk­ten Recht auf Ab­trei­bung, ohne Zwangs­be­ra­tung und ohne Be­vor­mun­dung be­ste­hen!

Ho­mo­pho­bie, Se­xis­mus und ein re­ak­tio­nä­res Frau­en­bild
Neben dem Recht auf Schwan­ger­schafts­ab­bruch be­kämp­fen fun­da­men­ta­lis­ti­sche Chris­t_in­nen aller Konfes­sio­nen Ho­mo­se­xua­li­tät und jede an­de­re For­men se­xu­el­ler Selbst­be­stim­mung. Ho­mo­se­xua­li­tät wird als Krank­heit, Sünde oder Per­ver­si­on be­zeich­net und gilt größtenteils als ‚heil­bar‘. Dazu ge­sellt sich ein ‚von Gott ge­ge­be­nes‘ Ge­schlech­ter­rol­len­bild, wel­ches eine Ver­än­de­rung der tra­di­tio­nel­len Rollen­ver­tei­lung oder den Ge­dan­ken an die so­zia­le Kon­struk­ti­on von Ge­schlecht über­haupt nicht zu­lässt.
Auf ihrer Home­page schreibt EuroProLife, eine der Or­ga­ni­sa­tio­nen, die zum 1000 Kreu­ze Marsch auf­ru­fen: „Kin­der ster­ben, die ge­liebt wer­den möch­ten, die leben wol­len, die einen Platz in un­se­rer Ge­sellschaft brau­chen, die dem Leben ihrer El­tern Sinn geben wür­den.“ Die Vor­stel­lung von Ehe und Fa­mi­lie als Zen­trum christ­li­cher Werte und der ‚gött­li­che Auf­trag der Ver­meh­rung‘ ent­stam­men ihrer Bi­bel­aus­le​gung und dem Ab­so­lut­heits­an­spruch des ei­ge­nen Glau­bens. In dem dar­aus re­sul­tie­ren­dem Welt­bild wird jede Ab­wei­chung von der christ­li­chen Norm als Sünde be­grif­fen und ‚Sün­dern‘ die Exis­tenz­be­rech­ti­gung ab­ge­spro­chen. So sagte bei­spiels­wei­se der Erz­bi­schof von Gra­na­da, Ja­vier Mar­ti­nez, in sei­ner Weih­nachts­pre­digt 2011, dass eine Frau die ab­treibt „einem Mann ohne Ein­schrän­kun­gen die ab­so­lu­te Li­zenz zum Miss­brauch ihres Kör­pers gibt, denn sie hat Schuld auf sich ge­la­den“.
Diese pa­tri­ar­cha­le, se­xis­ti­sche und au­to­ri­tä­re Vor­stel­lung von Fa­mi­lie, Se­xua­li­tät oder dem Sinn des Le​bens wi­der­spricht einer ei­gen­ver­ant­wort­li­chen und selbst­be­stimm­ten Le­bens­wei­se, die die se­xu­el­le Selbst­be­stim­mung eben­so be­inhal­tet, wie eine be­dürf­nis-​ und le­bens­si­tua­ti­ons­ori­en­tier­te Ant­wort auf die Frage nach Schwan­ger­schaft oder El­tern­schaft.

Ras­sis­mus und Re­la­ti­vie­rung des Ho­lo­caust
Ho­mo­se­xua­li­tät und Schwan­ger­schafts­ab­bruch, so die Ab­trei­bungs­geg­ner_in­nen, wür­den zudem zum Aus­ster­ben des „eu­ro­päi­schen Volkes“ füh­ren. Diese ul­tra­kon­ser­va­ti­ve An­schau­ung, die sich die Re­produk­ti­on der ei­ge­nen „Rasse“ zur Auf­ga­be macht, of­fen­bart ras­sis­ti­sche Denk­mus­ter und er­klärt, warum sich auch in Müns­ter jedes Jahr Neo­na­zis dem Auf­zug die­ser Chris­t_in­nen an­schlie­ßen. Da über­rascht es kaum noch, dass die „Le­bens­schüt­zer“ in An­leh­nung an den Be­griff Ho­lo­caust vom „‚Ba­by­caust“‘ sp­re​chen und damit den Mas­sen­mord an den eu­ro­päi­schen Jü­din­nen und Juden im Na­tio­nal­so­zia­lis­mus re­la­ti​vie­ren. Der Er­fin­der des Be­grif­fes „Ba­by­caust“, Klaus-​Gün­ther Annen, – der auch für die rech­te Wo-​chen­zei­tung Junge Frei­heit schreibt – war beim 1000Kreu­ze-Marsch 2009 an­we­send. Die Über­gän­ge zwischen Ab­trei­bungs­geg­ner_in­nen und Neo­na­zis sind in­halt­lich und per­so­nell flie­ßend.

…aus der Mitte der Ge­sell­schaft
An vie­len Punk­ten, an denen die fun­da­men­ta­lis­ti­schen Chris­t_in­nen an­de­ren Men­schen die Selbst­be​stim­mung und sogar die Exis­tenz­be­rech­ti­gung ab­spre­chen, tref­fen sich diese in­halt­lich mit dem rechts-​kon­ser­va­ti­ven Main­stream der so­ge­nann­ten Mitte der Ge­sell­schaft. So kann mitt­ler­wei­le ein (Ex-)Bun­des­prä​si­dent ohne Pro­ble­me auf Ta­gun­gen evan­ge­li­ka­ler Fun­da­men­ta­lis­t_in­nen auf­tre­ten und auf gro­ßen Ju­gendevents wer­den Work­shops zur Hei­lung von Ho­mo­se­xua­li­tät an­ge­bo­ten. Das Pro­blem ist nicht eine klei­ne Split­ter­grup­pe, die Holz­kreu­ze ​tra­gend durch Müns­ter oder an­de­re Städ­te zieht. Das Pro­blem ist, dass diese Grup­pen mis­sio­na­risch ihre In­hal­te ver­brei­ten und ge­zielt ver­su­chen, z.B. über Ver­an­stal­tun­gen und Me­di­en­prä­senz wich­ti­ge ge­sell­schaft­li­cher Po­si­tio­nen zu be­set­zen und Ein­fluss auf Po­li­tik und Ge­sellschaft zu neh­men.

Wi­der­stand lässt sich nicht ver­bie­ten!
Die Po­li­zei­stra­te­gie der letz­ten Jahre be­stand darin, die Ge­gen­ak­ti­vis­t_in­nen ein­zu­kes­seln und den Kreuze­marsch an­schlie­ßend durch­zu­set­zen. Auch des­we­gen ist es wich­tig, den Pro­test gegen diese christ­li­chen Fun­da­men­ta­lis­t_in­nen an viele Orte der Stadt zu tra­gen und auf gan­zer Stre­cke zu ver­hin­dern, dass sie ihre re­ak­tio­nä­ren und men­schen­ver­ach­ten­den In­hal­te un­ge­stört ver­brei­ten kön­nen. Auch wenn die Staatsan­walt­schaft Müns­ter mit ihrer Kon­struk­ti­on der Ver­samm­lungs­spren­gung ver­sucht, jeg­li­chen Pro­test zu ver­hin­dern: Wi­der­stand ist not­wen­dig und le­gi­tim! Der Kampf um das Recht auf Ab­trei­bung ist in­ter­na­ti​onal, er wird in Deutsch­land be­reits seit über 100 Jah­ren ge­führt und ist auch wei­ter­hin un­ver­zicht­bar.

Für die Ab­schaf­fung des §218 und die voll­stän­di­ge Le­ga­li­sie­rung von Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen! MY BODY, MY CHOICE – für ein herr­schafts­frei­es und selbst­be­stimm­tes Leben!
Am 10. März in Müns­ter fun­da­men­ta­lis­ti­sche Chris­t_in­nen ab­servieren!

Begegnungen auf der Trans*fläche

Lesung // 24.02.2012 // 20:00h // krachtz (Nieberdingstr. 8 )
„Vielschichtige Kurzgeschichten und Zeichnungen erzählen von den Absurditäten des Trans*alltags. Aus der Sicht von autonomen / anarchistischen / queer-feministischen trans*Leuten (so was gibt’s!) und ihrem Umfeld. Bücher, die sich geisteswissenschaftlich oder medizinisch mit dem „Phänomen“ trans* beschäftigen, gibt es viele. Hier ist endlich ein Buch mit Geschichten und Bildern, über die mensch auch mal herzhaft und befreiend lachen kann – der Zwang, sich 1nem von 2 Geschlechtern zuordnen zu müssen, bringt reichlich groteske Situationen hervor.“
Die Herausgeber_innen werden zu Besuch sein und aus ihrem Buch lesen.

„März 2012: Wir tanzen uns warm!“ – Soli-Konzert und Party

Nazis stoppen, fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen abservieren!

Samstag, 25.02.2012 // 19:30h (Einlass 18:30h) // Baracke, Scharnhorststr. 100

Kommenden März wollen sowohl Nazis (03.03.) als auch christliche „Lebensschützer“ (10.03.) durch die Straßen Münsters marschieren. Die beiden gruseligen Grüppchen werben – jede auf ihre Art und Weise – für einen gesellschaftlichen Kurs Richtung Rechtsaußen.

Auch deshalb laufen Nazis immer mal wieder gerne bei den „Lebensschützern“ mit – weil man sich in so manchen Punkten durchaus einig ist: Ausgrenzung homosexueller Menschen, die Bekämpfung bisheriger Fortschritte auf dem Gebiet der Gleichberechtigung der Geschlechter oder die wirre Sorge um ein imaginäres „Aussterben“ vermeintlicher „Völker“ sind nur einige der unzeitgemäßen Gemeinsamkeiten.

Uneinig ist man sich darin, wie weit man die Uhr zurückdrehen will: Die einen bis in den Nationalsozialismus; die anderen bis ins Mittelalter.

Rote Karte im Doppelpack!
Ganz klar, dass beides nicht klar geht – sondern unseren entschiedenen Widerspruch verdient! Also, lasst uns feiern und uns warm tanzen – für einen heißen März in Münsters Straßen!

ab 18:30h: Infoveranstaltung
ab 19:30h: Konzert mit Chungin and the Strap-on Faggots (Electropunk/Tallinn, Estland) // The Langoliers (Skatepunk/Bielefeld) // Pragmatic (Hardcore/Beelen)

Grenzenlos? – Vortrag + Diskussion zu FrauenLesbenTrans*-Räumen

Die Veranstaltung wird am 19.08.2011 um 20:00 Uhr nachgeholt.
Ihr seid alle herzlich eingeladen ins xyz* (Nieberdingstraße 8 8) ).

Eine Veranstaltung von der Emanzipatorischen Antifa Münster, den GrrrlZ United und dem Frauenreferat des ASta der Uni Münster

Vortrag fällt wegen Erkrankung der Referentin leider aus

…ihr könnt aber gerne zum Kneipenabend vorbeischauen!

Grenzenlos? – Vortrag und Diskussion zu FrauenLesbenTrans*-Räumen

Fr., 15.07.2011 // 20:00 Uhr // Nieberdingstr. 8

Autonome Organisierung von Feministinnen sorgen häufig für ein gewisses Unbehagen. Vor dem Hintergrund der Forderung nach Dekonstruktion werden Ein- und Ausschlüsse entlang der Kategorie Geschlecht in Frage gestellt. Aber warum eigentlich erkämpfen sich auch die immer wieder „Freiräume“, „FLT-Räume“, die diese Forderung teilen? Warum müssen die eigentlich erkämpft werden und sind nicht selbstverständlich? Was hat das mit Macht zu tun? Und was verbirgt sich hinter dem sperrigen Begriff des “strategischen Essentialismus”?

Diesen Fragen wird die Referentin nachgehen und viel Raum für Diskussionen lassen.

Organisiert von der Emanzipatorischen Antifa Münster, dem Frauenreferat des AStA der Uni Münster und den grrrls* united.

open to all gender

Filmvorführung >> femme*femme*femme <<

Mo., 20.06.2011 // 20:00 Uhr // XYZ* Nieberdingstr. 8
Mit Anwesenheit und hoffentlich netter Diskussion mit dem Filmemacher

“Bewusst gewählt ist ihre Femininität, berichten die drei Interviewten in Anton Binnigs Film >> femme*femme*femme < <.
Der Dokumentarfilm gibt drei Femmes viel Raum, ihre ganz individuellen Konzepte von Femme-Sein vorzustellen. Vor der Kamera reflektieren die drei persönliche Erfahrungen und ihr vielschichtiges Verhältnis zu dieser bewusst gewählten Identität. Entstanden ist ein Film über drei Femmes, mit ernsten und witzigen Geschichten und einer unüberhörbaren, solidarischen Kritik an der queeren Szene. Wie werden Femmes gelesen, wer nimmt sie wahr und wie? Zu wenig war die einhellige Antwort auf die letzte Frage, oft genug nicht “richtig” und im schlimmsten Fall als Hetera. Die Innensicht – hart erarbeitete Femininität oder Femmeness – und die Außensicht oder Außen-Unsichtbarkeit als queeres Subjekt auszubalancieren war für die drei Interviewten eines der zentralen Themen: Femme als Gender, als eigenständige Geschlechterrollenidentität kommt selten vor – selbst bei Butch/Femme nur hinter dem Schrägstrich, wie eine der Frauen bemerkte. Der Film verbindet Oral History, mündlich überlieferte Geschichte, mit Kunst. Graffiti von berühmten Namen werden gesprüht, Anziehpuppen mit den aufregendsten Gender Expressions versehen und Menschen mit interessanten Masken tanzen unscharf in dunklen Kellern.”

Eine Veranstaltung der GRRRLS* UNITED in Kooperation mit der EAM (Emanzipatorische Antifa Münster)